die leiden des w.n. werther | |||||
Einleitung ...ein Märchen Es war einmal ein e l d h . Doch verwirrt genug um den Unterschied zwischen Buchstabensalat und Wortkotze nicht mehr klar definieren zu können. Jetzt weiß er?s, aber er ist allein. Kein buntes Feuerwerkhappyend. Kein MarioKartSieg mit RainbowCup NeonTrashFlowerPowerPartyShit. Fuck. Allein, allein?allein allein.. Puh, da ist er ja noch, mein bester Freund der Walkman - Aber er ist kein echter. Fuck..allein. Abhilfe schaffen, sofort! Also Hut tief zieh?n, Kragen hoch, Ketten rein. ?wie war das mit Bass Sultan Hengst und nicht ficken nochmal?! Ich bin so voller sicherer Gedanken, das da gerade keine Synapse grünes Licht zeigt um sich mit deutscher Flachwitzlyrik zu befassen. Menschen braucht er jetzt, denk ich. Sofort, am besten in einem goldenen Raum mit warm goldener Wohlfühlatmosphäre. Noch 3 euronen in bar. Klar, ich brauch ne bar! Und ich denke an Schrank - meinen LieblingsTrenkenTorwart. Er hält den Tresen sauber und hat sich das Wort Barkeeper auf die Stirn tätowiert, dick mit einem roten Balken durchgestrichen. So ähnlich wie die Stuttgart 21 Demoschilder, welche in letzter Zeit zu tausenden über deutsche Bildschirme flimmern. Ha, herrlich, ich liebe ihn. ?We don?t speak americano? läuft gerade an im Walkman und beflügelt vom Basstakt, vollziehe ich den Kraftakt und latsch den Weg zur Bar ab. Ich weiß genau, wo sie liegt, doch trotz mindestens 666 Barbesuchen habe ich 0 Plan, wie die Straße heißt. In meinem Kopf heißt sie Winkelgasse, da sie nach einem Hauptstraßenabzweig weit entfernt von jeglicher Straßenbeleuchtung liegt und mit einem minimalen Roten Logo als Eingangsschild lockt. Die WunderBAR. Steht man an ihrer Tür, euphorisch sie zu öffnen, sieht man im Augenwinkel das gassenbetitelnde Straßenschildt. AugenWinkelgasse eben. Nur leider bin ich jedes Mal in diesem Winkelblickmoment schon zu tief mit den Gedanken in der Bar. Das jetzt folgenden Geschehens beschäftigt. Es ist nämlich schön. Vor lauter schönen Gedanken habe ich keine Augen- und Hirnkraft für das Lesen eines Straßenschildes mehr übrig. Also wirklich. Tja und beim Verlassen der Wunderbar, da wirken eh wieder ganz andere Kräft ;) Wie ich mich schon wieder freue die goldene Klinke beim herunterdrücken in meiner Hand zu spüren. Action. Mit einem wuchtigen Rechtsbogen schiebt die grüne massivhölzerne Tür den Vorhang für das vermisste goldenwarme Ambiente zur Seite. Es knistert, klingelt, klingt in meinen Augen. Ein tiefer, goldener Zug menschenwohler Alkoholdüfte durchstreift meine Nasenflügel. Ich schließe die Augen. Lächle. home. Na dann mal los ins gewohnt Tresenlabyrinth um kreuz- und querstehende Barhocker und Klamottenhaufen, anmutig schön lachende Ladies, die mit Miniaturschirmchen Spiralen in bunte Cocktails rühren. Vorbei an gekonnten Selbstdarstellern, farbigen Allternativkünstlern und Kleiderschränken mit Muskeln auf Kleiderbügeln. Männer und Frauen sind auch in der Bar. Die Treppe führt drei Stufen hinunter und mit einem Rechtsknick beginnt die Labyrinthlösung. Bei einem längst vergangenen grünen Besuch kam mir ein Schmunzeln ins Gesicht bei dem Gedanken, diesen Pfad durch die enge, gemütliche Kneipe als den 2ten Bildungsweg zu betiteln. Den 2ten Bildungsweg nach vollbrachtem grauen Bildungsalltag. Ich liebe auch ihn, diesen Wortjongleur in meinem Kopf. Doch heute war es noch einmal etwas anderes, etwas ?besondereres? diesen Weg zu gehen. Heute nämlich war er bespickt mit kleinen Anekdoten und Erinnerungen an mein kunterbuntes Leben. Ja, der Weg war perfekt heute. Passt. Schön. Ich könnte versuchen ihn lyrisch zu beschreiben, obwohl wohl kaum Worte diesen Gedankenwasserfall fassen könnten. Doch ein nicht versuchter Versuch wäre eine egoistische Ohrfeige für meine lieben Leser.. also ein Versuch der höchsten Wortakrobatik: Der 2te Bildungsweg. Es war High Fidelity. Die Räuber versuchten Dem Schimmelreiter endlich die Leiden des jungen Werthers zu nehmen. Doch IphiGENIE saß schon wolllüstig auf Tauris. Der Vorleser wollte Ruhe und ballte erregt die Faust erster Teil. Der gute Mensch von Sezuan beruhigte ihn, doch es genügte nicht und er ballte die Faust zweiter Teil. Effi briest ins Taschentuch. Nathan der Weise radierte an roMeO uND julia auf DEM dOrfe und freute sich so gleich auf die Monddemo. Es gab Tortilla Curtain. ..lecker, sogar Essen heute. Geschafft. Eine letzte akrobatische Verränkung um mein zierliches Gesäß auf den letzten freien Barhocker links außen zu heben. Da war ich. Ich war bei Anne Bar und wurde schranklich Willkommen. Ich mag Enge. Ich mag Körperkontakt. Ja, ich mag Menschen. ?Kein Platz zum Bewegen wie in S-Bahnfahrten nach Spielen von Hertha.? Huach, da war sie wieder. Kurz und plötzlich auf meiner Gedankenmattscheibe. Sie, die alte Dame aus Berlin, die fanatische Liebe, die ewige Treue. Aber um sie geht es heute nicht. Sie meidet kleine Bars. Räumlichkeiten für Menschenmassen unter der TausenderAnzahl sind einfach nicht ihr Ding. Gutes Ding. Gute Frau! Der erste Prost geht auf dich, aber dann verkipp ich dich weg in mein Innerstes. Whiskey. Ein doppelter, nicht on the Rocks. Ich stehe auf Kleider. Am allerliebsten an den passenden weiblichen Mitmenschen, die sie perfekt schön tragen können. Whoar, geil - jetzt schon ein guter Abend. Nein! Kein guter Abend. Nicht Umsonst war eldh Wortkotze! Des Kreuzworts Lösung hält nämlich seine Prinzessin im Arm und du hältst gerade niemanden im Arm. Arme Sau. Armes Schwein. Du bist verdammt nochmal allein. Doch warum? Was lief schief? Lief überhaupt irgendetwas schief? Musste es nicht schief laufen, damit es eine runde Sache wird? Macht gierig geradeaus nicht immer alles kaputt? Zum Glück ist es gerade aus. Vorbei. Nein nicht vorbei, die Gedanken kreisen ja schon wieder um den Stern! Hehe, ich muss schmunzeln, du hast gerade wieder die Gravitation neu für dich definiert. Gut. Großer Kopf. Kranker Kopf. Guter Kopf. Ein Kopf dessen Outputwerkzeug der Mund ist. Mal ein zuckersüßer, mal ein bitterlich verweinter, doch jedes Mal 1000fach besser als HDMI. Ein Mund, was Echtes! Das kann aber auch echt weh tun. Das Neugravitationsgrinsen wandelt sich in zähneknirschende Schmach, bei dem Gedankenblick auf die Gesamtgeschichte. Whiskey. Augen tot. Augen rot. Augen zu. Und Augen weg. Gefolgt von einem lautlosen Leidensschrei, verzogenem Mund. Augen wieder auf! Blick durch das beschlagene Fenster. Der Mond ist heute schön. Groß, perfekt rund und in voller leuchtender Pracht, ist er sogar etwas rot heute. Im Stilltanz mit der beschlagenen Fensterscheibe erzeugt er Milchglas. Erdbeermilchglas. Der Blick zurück ins Whiskeyglas. Leer. Rrrrpfotz. Ein von Whiskey und Zigarettenqualm braungefärbter Rotz, trifft kraftvoll mit Lichtgeschwindigkeit in die Mitte des Whiskeyglasbodens. Bulls Eye! Aber keiner feiert?s, doch Schrank hat es beobachtet. Ich stell das Glas inklusive Ullfff wortlos zurück auf den Tresen. Das klare Zeichen für Schrank mir unverzüglich und wortlos einen neuen hinzustellen. Macht er. Guter Mann. Aus dem Augenwinkel blicke ich zu ihm und sehe in seinen Augen die Hoffnungslosigkeit bei dem Versuch meinen Gesichtsausdruck zu interpretieren. Interpretieren - so wie er es immer mit mir macht um mich dann mit einem knallhart einfachen Wortwitz zurück in die Sozialgesellschaft zu holen. Doch heute fällt ihm kein Spruch ein. Es tut mir leid für ihn. Aber Man kann mich heute einfach nicht richtig interpretieren. Ich weiß ja selbst nicht als welche Methapher ich heute diese Wunderbar bereichern soll. Muss ich ja auch nicht, sie ist auch so schon reich, vollbereichert quasi. Interpretionäre Leere. Interpretieren, wie wir es immer getan haben. Wie ich es immer getan habe. Wie Sie es immer tat. Ach Sie..scheiße. Rotz. Volle Wucht, auf den Boden. Doch nicht einmal ein böser Blick von Schrank, er weiß wohl um den Ernst meiner Lage. Weiß kann man streichen, ja er weiß es. Ach egal: Repeatitio: Guter Mann, ich liebe ihn. Das Wort liebe hier verstanden als die höchste Form an Respekt in einer Freundschaft. Er weiß es. Ich weiß, dass er es weiß und deshalb wird er mir wahrscheinlich nicht mal alle vier doppelten Whiskeys anschreiben. In diesem Moment schmunzele ich wieder. Ich dachte gerade an den Moment, als Mister Sprücheklopfer #1 von einem Gast eiskalt ausgekontert wurde. Es war der Biber von den Pfadfindern. Selten in Spielunken wie dieser anzutreffen, aber an diesem eben bedachten Abend war er verdammt gut unterwegs. Schrank fragte ihn beim Nachschenken seines Hefes: ?Na, und was ziehst du so durch die Nacht?? Ein Barspruch von Schrank, gedacht als Leberhaken für seine backpulverkonsumierenden Gäste aka Freunde der zerriebenen Kokapflanze. Aber der Biber ganz trocken: ?Ik zieh höchsten Kinder aus-, an-, um- und manchmal manch mal auch er-!? Ha, bähm in your face! Ein Mann und ein Satz wie ein Wort. Die perfekte minimalistische Berufsbeschreibung für ?Was bin ich?. Klasse. Schrank gab ihm dafür 3 Pfeffi aus, ha, gute Männer. Ich wünschte ich wäre heute auch so gut drauf. Doch mein Kopf war müde, müde vom Denken. Schwer vom Denken, voll vom Denken, leer vom Denken. Ich konnte ihn kaum noch oben halten. Ich sackte in mich zusammen und dachte noch so bei mir: ?Nein, schlaf nicht ein! Das bringt unvermeidbar Träume mit sich. Und du wolltest nicht mehr träumen, du hast Angst vor Ihnen. Früher waren es schöne Träume...? Dachte ich noch so bei mir und träumte ein. Meiner Muskelkraft durch die Schlafattacke völlig entledigt, viel mein Körper nach links zusammen und anschließend runter vom Barhocker. Mit der Stirn direkt auf hartes Plastik. Rund war es, mit scharfen Kanten. Es war der Startknopf des einarmigen Banditen. Das gibt einen schönen quadratischen blauen Fleck. Zack und die Glücksrollen legten los. In einer für das Auge nicht wahrnehmbaren Geschwindigkeit grinsten Joker, böse Prinzessin, gute Prinzessin, Kobolde, Feen, Elfen und Drachen um die Wette, auch der Pirat rollte vorbei. 3 gleiche Symbole in einer Reihe, das war das Ziel. Viel zu simple dieses Spiel. Nie hätte ich mich dafür begeistern können. Stop. Stop. Stop. 7, 7, 7..JACKPOT! Ha 3x7 für den Jackpot. Mir war schon vor Jahren klar, warum gerade dieses Bild den Jackpot bringt. Drei mal sieben ist nun mal ganz einfach feiner Sand! Feiner zerlegen und aufräumen kann man Sachen nun mal nicht, als sie zu sieben. Besser geht?s nicht. Oder doch? Naja z.B. 7mal sieben. Das wäre ganz ganz ganz feiner Sand. Aber mal ehrlich, welcher Idiot will schon 7rollige Spielautomaten herstellen und viel wichtiger, welcher verdammte Idiot will mit Ihnen spielen? Im Unterbewusstsein meines nun beginnenden komatösen Zustands, hörte ich noch so eben den grellen, hohen, krebskranken Jubelschrei der Rauchhexe, der zahnlosen Omi. Sie hatte soeben ihren letzten halben Euronen in diese Teufelsmaschine gesteckt und mein nutzloser Kopf hat ihr den Jackpot beschert. Sie schrie so glücklich, da ihr in diesem Moment klar war, dass sie mindestens das nächste halbe Jahr weiße Filterzigaretten raucht. Jeah. Immerhin jemanden glücklich gemacht. Und Vater Staat freute sich heimlich mit. Freut sich über die abertausende Tabakeuronen für seine Kassen. Naja, eigentlich kann ich jetzt träumen. Alle glücklich gemacht, ha, mit nix, mit bloßen Einschlafen. Schön. Manchmal kann die Welt so einfach sein. Doch jetzt wird die Welt eine komplizierte. Vielleicht wieder zu kompliziert und enden wird sie mit einem schwarzen verschwitzen Erwachen. Na los Traumlohnlotterie, was bekomme ich diesmal?! Wieder so ein gruseliges, gewalttätiges Märchen, ein Film aus Freunden oder einfach nur der pure Hass und Tod?! Stop! Kugel liegt im Kessel. Glück gehabt, es ist nur ein Spiel? ein Spieltraum?. Letz dream! Kommentar hinterlassen?Die Leiden des wirklich neuen Werther ( o ) Kommentar hinterlassen?Herzlich willkommen! Wenn du diesen Artikel lesen kannst, war die Anmeldung erfolgreich und du kannst direkt mit dem Bloggen beginnen. Logge dich dazu einfach unter www.mein-blog.net ein, dort kannst du auch diesen Artikel wieder löschen. Viel Spass beim Bloggen! Kommentar hinterlassen? |
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